AutorInnen - Internationales Dialektinstitut

Rüdisser Franz

lebt in Schruns im Montafon

Geboren 1940 und aufgewachsen in Hohenems, mitten im Vorarlberger Rheintal

Verheiratet mit Helene, fünf Kinder, acht Enkelkinder

Berufliche Laufbahn:
Ausbildung zum Lehrer, später Lebens-, Paar- und Familienberater und Psychotherapeut

Aktiv im Dialekt

Interesse, Freude und Lust an Dialektsprachen wurde mir früh mitgegeben. Mein Vater liebte sein Emserisch, von meiner schwäbischen Großmutter lernte ich, was ein Muggesekkele ist. Ein brauchbares Muntafunerisch brachten mir die 6- bis 15jährigen Schulkinder an meiner ersten Dienststelle bei, der einklassigen Volksschule am Gamplaschg ob Schru.

Später ist die Liebe und das Interesse für die literarischen Ausdrucks-Möglichkeiten in der Montafoner-Mundart – immaterielles UNESCO-Kulturerbe! -  stetig gewachsen. Viel geschrieben, vorwiegend Lyrisches. Gern bei Lesungen dabei. Experimentiere und suche weiter.

Anregung für Texte bieten Natur und Reisen, Begegnungen mit Menschen in der Erwachsenenbildung, das Engagement für Flüchtlinge, das Malen mit Kindern und die Vermittlung von Gegenwartskunst im Kunstforum Montafon.

Veröffentlichungen:

ZahlreicheTextbeiträge in der Standardsprache in Zeitschriften, Fachliches in Fachbüchern

Wurzelboda ist der Titel einer gemeinsam mit Helene gemachten CD mit Dialekttexten

Stolz bin ich auf das Gedruckte in Literaturzeitschriften, Anthologien, Zeitungen

Schreibseminare:

Viel Freude machen Helene und mir Schreibseminare mit Jugendlichen, mit Flüchtlingen

Kontakt:

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Rüdisser Helene

geb. 1946 in Lustenau, Vorarlberg

Ich bin in Lustenau aufgewachsen, lebe in Schruns im Montafon,

bin verheiratet mit Franz, habe fünf Kinder, acht Enkelkinder

Beruf:

Ausbildung zur Lehrerin, Eheberaterin, Psychotherapeutin


Dialekt und Muttersprache: Lustenauer Mundart

Jahrhunderte lang abseits der Verkehrswege liegend, hat sich in Lustenau eine besondere Dialektvariante entwickelt. Kennzeichnend sind neben grammatikalischen Eigenheiten alte Lautworte mit einer Häufung melodischer Triphthongen: Äuoli = Ei, Nouot = Not, tauolo = teilen. Diese Mundart ist verschriftlicht für Nicht-Lustenauer schwer verständlich. Klang und Rhythmus vermittelt das gesprochene Wort. 

Ich schreibe

vorwiegend lyrische, auch experimentelle Texte in Lustenauer Mundart; Kurzgeschichten in Prosa. Ich liebe es nach Wörtern grabo, suocho, wüolo, sie neu zusammenzusetzen. Für mich eine bereichernde Erfahrung und eine stets neue Herausforderung im Sprachschatz meiner Mundart nach Ausdrücken zu suchen, die eine Situation, ein Gefühl, ein Bild, eine Metapher stimmig ausdrücken.

Lesungen u.a. im Rundfunk, Heimatherbst ORF Vorarlberg, Vorarlberger MundartMai, Literaturradio von Literatur Vorarlberg,  etc.

Texte von mir sind in Zeitschriften und Büchern (Dokumentationen Literatur Vorarlberg,  Montafoner Schriftenreihe, u. a) zu finden.

Tonträger:

In gemeinsamer Arbeit mit Franz: CD Wurzelboda, Texte in zwei Dialekten

Engagement im Kunstbereich:
Ich arbeite gerne mit Kindern im Kunstforum Montafon, vermittle und erlebe mit ihnen zeitgenössische Kunst. Engagiere mich ehrenamtlich für Flüchtlinge, mache Schreibseminare für Kinder und Jugendliche von hier und aus verschiedenen Herkunftsländern. Sammle ihre Geschichten und organisiere Lesungen für sie.

Weisheit ist: Öfter mal - statt seiner Vernunft - seiner Verrücktheit folgen!

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Sänger Kurt Werner

geboren 1950 in Angelburg-Gönnern, Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Lebt heute in Bad Vilbel-Dortelweil in der Wetterau.

Beruf: Postschaffner, Studium der Sozialarbeit, Personal- und Sozialverwalter, Journalist,

mittelhessischer Dialektautor

Dialekt: Hinterländer Platt

Publikationen:

  • Gemorje Hinnerlaand - Lieder, Lyrik und Burlesken, Gruppe Odermennig, Text und Rezitation, Langspielplatte,Regie: Alwin Michael Rueffer, Produktion: Quadriga-Ton, Robert Nettekoven GEMA Qu 9093,1984 (DNB) Leipzig SA 86/04589).
  • Kulturmodelle in der Provinz - Folk- und Volksmusikfestival, Anthologie, Ton- und Textdokumentation, Literaturtage in Niederösterreich, Internationales Dialektinstitut, Hrsg. Hans Haid, Eggenburg / Wien 1984.

  • Dichten im Dialekt, Anthologie sprachwissenschaftlicher und literarischer Beiträge, Referate und Textbeiträge, Marburger Literaturtag 1985, Armin Klein, Heinrich Dingeldein, Joachim Herrgen (Hrsg), Jonas Verlag Marburg 1985, ISBN 3-922561-46-2.
  • schwortswaise raabooche, mit Radierungen von Klaus Schlosser und mit Beiträgen von H.J. Dingeldein und Peter Härtling, Jonas-Verlag, Marburg, 1987, ISBN 3- 92-2561-53-5.
  • Deheem - Odermennig und das Hinterland, Fernsehfilm, Text und Rezitation, Regie: Wolfgang Würker, Sendereihe Nachtlicht, Produktion: Hessischer Rundfunk, Frankfurt 1988.
  • Grenzenlos, Anthologie, Übersetzungen aus Werken von Hans Haid, Julian Dillier und Ludwig Soumagne, Verlag Van Acken, Krefeld, 1988, ISBN 3-923 140-31-2.
  • Die Litanei, Anthologie, Übersetzung des gleichnamigen Werkes von Ludwig Soumagne, Band 1, Van Acken Verlag, Krefeld,1988, ISBN 3-923-140-32-0.
    Handbuch Hessischer Autoren, Anthologie des Verbandes Deutscher Schriftsteller (VS), Autoren in Hessen, dipa-Verlag, Frankfurt, 1993, ISBN 3-7638-0197-0.
  • Deutsche Mundarten an der Wende, Anthologie deutschsprachiger Dialektautoren, Hrsg. Bernd Diebner, Rudolf Lehr, Verlag Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg,1995, ISBN 3-929-295-18-0.
  • Geschichten aus unserem Dorf, Geschichte und Genealogie dörflichen Lebens, Beiträge Lyrik, Autor/ Hrsg: Günter Debus, Aachen, 1996, ISBN 3- 00 0011-09-9.
  • Heimatklänge - Dialekt in Deutschland (4), Bembelsänger, Dippegucker und Ossenköppe, Dialekt und regionale Identität in Hessen, Ulrike Köppchen, Hessischer Rundfunk, 2004.
  • Hinterländer Totentanz, Erster Gesang, Gönnernsche Ode an den Tod, Europäischen Totentanz-Vereinigung, Danses Macabres d´ Europe, Text zum Thema Tod, Fotos mit Rudolf Kraft, Düsseldorf, ISSN 168 7962, 2004.
  • Moiserisch Emil, zweisprachige Kindergeschichte mit Illustrationen von Leonore Poth, CoCon Verlag, Hanau 2017, ISBN 978-3-86314-333-6.

Webseite: www.highmatt.de

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Scherer Claudia

geboren 1954 in Wangen im Allgäu, wo sie seit 1993 wieder lebt.

Dialekt: Westallgäuer Schwäbisch
Schreibt seit 1980, literarische Veröffentlichungen seit 1983
Publikationen im Mundartbereich:
"seiteschteche", Drey-Verlag, Gutach, 2002, mit eigenen Zeichnungen;
"vieliebchenspiel" (Schriftsprache/Mundart), 2003, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen;
"streiobscht", Drey-Verlag, Gutach, mit eigenen Zeichnungen, 2005;
"huckepack", Privatdruck,  2012;
Mundart-CD "kuehnacht odrauit", 2018;
"ugreimt treimt", mit eigenen Fotografien, Privatdruck, 2021.

Publikationen in schriftdeutscher Sprache:
16 Bücher in Prosa und Lyrik, teils in künstlerischer Gestaltung. 
Herausgeberin von "Heimat - Poetisches Wunder", Anthologie, edition miolonga, 2019
2017 Gründung der edition miolonga.
Mehrere Stipendien
Preisträgerin beim Feldkircher Lyrikpreis 2011, erstmalig für Mundart (3. Preis)

Kommentare zur Mundart von Claudia Scherer:
Bruno Epple, Schriftsteller (Alemannisch und Schriftsprache) sowie Maler
zu Claudia Scherers Mundart-CD:
„Bereits dreimal habe ich Ihre „Kuehnacht - odrauit" angehört. Was
sich „mundartlich" präsentiert, ist voller Widerspruch,…
vereinfacht formuliert: Fakt und Antwort, So und Aber, Vorwurf und
Einwurf, Wenn und Dann. Gern ausgehend von dem, was d Leit saget und was
Sie schon als Kind kränkend empfanden, greifen Sie mit Lust auf,
vornehmlich besondere Wörter, wie fremdele, Butzele, Batsch, gigampfe,
pfutzge, umtriibe, boinern, um damit zu spielen und es ins Heitere zu
bringen, aber bei allem, so mein Gefühl, bleiben Sie in Distanz. Sie
sehen weiter, und nicht umsonst endet der Schluss mit dem Wort „Dot".

Prof. Dr. Norbert Feinäugle, Germanist, zu Claudia Scherers Mundart
(siehe auch sein Nachwort zu "seiteschteche"):
„Claudia Scherer, die mit existenzieller Ernsthaftigkeit ihre knappen,
lakonischen Erinnerungsbruchstücke gleichsam als Palimpsest
verdrängter Erfahrungen buchstabiert."

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